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Mrz 14 2011

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Inspirationen von der Messe Köln und Paris
Neuinterpretationen, Katrin Trautwein

Der Vergleich einer stillschweigend schönen Farbe mit einem Gourmet-Menü oder einem Spitzenwein ist nicht verfehlt, denn sie alle beeinflussen unser Wohlbefinden unmittelbar. Intelligent gewählte Farben erzeugen Freude, kreieren ruhige oder froh machende Stimmungen und erhöhen die Atmosphäre der Räume.

Die von uns vorgestellten Farbinspirationen entspringen unserer Wahrnehmung der Internationalen Messe Köln und Messe Paris. Manche, wie Champagner und Grüner Tee, sind zu Publikumslieblingen avanciert, weil sie besondere Ansprüche an die Ästhetik erfüllen. Weitere sind Teil einer klassischen Palette, deren Neuinterpretation und Pointiertem Einsatz, neue Möglichkeiten erschließen. Zinnoberrot ist hierfür ein schönes Beispiel. Weiße, graue, schwarze Farben sowie Umbrenfarben werden durch bunte Farben ergänzt.

All diese Farben weisen eine außergewöhnliche gute Kombinierbarkeit untereinander auf. Eine Auswahl kann nie vollkommen und endgültig sein – Der Diskurs um die Farbe hört nie auf. 

1.-Schwarz_305-breit   2.-Braun_305-breit
3.-Lila_305-breit    4.-Rot_305-breit
5.-Gelb_305-breit    6.-Grün_305-breit
7.-Blau_305-breit    

01) ELFENBEINSCHWARZ, Le Corbusier
Le Corbusier verwendete mit Vorliebe Noir ivoire oder Elfenbeinschwarz, eine romantische Bezeichnung für die beste Qualität des Beinschwarzpigments aus Knochen. Geschätzt wegen Tiefe und Deckkraft des Farbtons.

02) EISENGRAU, Le Corbusier
Die milde, warme Farbe Eisengrau ersetzt Schwarz als die dunkelste Nuance der puristischen Grauleiter.

03) PERLGRAU, Le Corbusier
Schimmernde Grauwerte wie dieser treten schwach leuchtend in Erscheinung, im Gegensatz zu weißen Farben, die Flächen deutlich hervorheben und dunkle Farben, die Flächen in den Schatten versetzen.

04) UMBRA GEBRANNT, Le Corbusier
Diese warme dunkel-braunschwarze Farbe bildet starke Kontraste oder steht für die Bildung eines Hintergrunds für jegliche Farbigkeit.

05) UMBRA NATUR HELL, Le Corbusier
Diese halbhelle Ableitung von UMBRA wird mit dem Begriff Sand bezeichnet. Ihr Reichtum wird im facettenreichen Dialog mit der Umgebung erfahrbar.

06) CHAMPAGNER, Pia Schmid, Architektin
Aufgrund der Mattierung und dem umbraähnlichen Farbstich ist Champagner eine echte Farbe des „Understatements“.

07) AUBERGINE, Hans Kittel-Farbtonkarte
Farben wie Aubergine bieten der Architektur eine zurückhaltende, edle Farbigkeit, die nichts von ihrer Schönheit einbüßt.

08) VIOLETT, Adolf Loos
Violette Farben reagieren empfindlich auf Änderungen im Licht und kippen leicht ins Braune.

09) MATTLILA, Adolf Loos
Flieder ist die Aufhellung eines zum Blauen neigenden „exzellenten und wunderschönen“ Violetts aus Ultramarinblau und rosafarbenen Pigmenten.

10) ZINNOBERROT, Le Corbusier
Zinnoberrote Farben verleihen der Fläche eine Wärme, die das Auge anzieht. Zweifelsohne ist Zinnoberrot in jeder Fassung die feurigste aller Farben.

11) GEWÜRZROT, Baumann-Prase-Farbtonkarte
Diese tiefrot glühende Erdfarbe symbolisiert Wärme. Sie steht für Kraft und großer Wirkung im Raum.

12) ORANGE LEUCHTEND, Le Corbusier
Diese junge Farbe braucht Licht, um ihre schönste Wirkung zu entfalten. Auf hellgrauem oder schönem weißen Hintergrund als dynamisches Farbelement eingesetzt, entfaltet Orange eine optimistische Stimmung.

13) KUPFERBRONZE, Baumann-Prase-Farbtonkarte
Die verschiedenen Nuancen der Bronzen, von Gold- bis Kupferbronze, wirken dynamisch und überzeugend. Speziell die Flächenwirkung von Kupferbronze mit ihrem sinnlichen Hang zur Röte wirkt einzigartig und glamourös.

14) TIEFGELB, Le Corbusier
Ein Quadratmeter Gelb herrscht über das Vierfache seiner Fläche“, schrieb Le Corbusier. Tiefgelb ist eine sonnengelbe Farbe, die im Licht genauso Freude macht, wie sie im Schatten dezente Akzente setzt.

15) GELBER OCKER, Le Corbusier
Je gelber und reiner der Farbton, desto mehr Licht braucht eine gelbe Farbe, um freundlich zu wirken. Licht und Gelb gehen Hand in Hand. Das Ergebnis ist harmonisch und wohltuend.

16) SAFFA GRÜN, Lux Guyers Saffa Haus
Das zarte subtile Farbenspiel natürlicher Grünnuancen steht für vielschichtige, Einsatzmöglichkeiten. Genau betrachtet bietet die Natur viele blassgraue bis starkgelbe Grüntöne, die pointiert eingesetzt wohltuend, edel und diskret wirken.

17) GRAUGRÜN, Hans Kittel, Farbkarte der Erdfarben
Wie andere stark ergraute Nuancen ist es ein Farbton, der in dunklen Räumen wohltuend wirkt und „allen anderen hineingesetzten Farben etwas Gedämpftes, Toniges verleiht.“

18) RÜEGG GRÜN, Arthur Rüegg, Architekt
Diese vornehme, grüngraue Nuance, die an die Blütenblätter der Silberdistel erinnert, stabilisiert sich im Raum und verleiht diesem eine neue Eleganz.

19) SALUBRA BLAU, Arthur Rüegg, Architekt
Diese Farbe hat ihren eigenen Reiz. Sie reagiert deutlich auf das Licht im Raum, das sich im Verlaufe des Tages verändert.

20) ULTRAMARINBLAU MITTEL, Le Corbusier
Die zweite Aufhellung des Ultramarinblaus stellt den Übergang der dynamischen Ultramarinfarben zu den atmosphärisch wirksamen, dar. Enge Raumverhältnisse werden mit solchen Ultramarinnuancen optisch aufgelockert, dunkle Räume weniger drückend gestaltet.

21) LAPISLAZULIBLAU, Monika Meier, Farbchemikerin Dieses erquickende, schmeichelnde Blau hat die Fähigkeit sich in gedämpften Lichtsituationen zu entfalten. Bereits in geringen Mengen eingesetzt entfaltet sich eine beachtliche dezente Schönheit.

Jun 01 2007

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